Klara Härke springt in einem Superwettkampf auf Rang acht

Stabhochsprung der Extraklasse bei den DM U20 in Wattenscheid

Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche war das Lohrheide-Stadion in Bochum-Wattenscheid Schauplatz deutscher Meisterschaften – diesmal waren die U20- und U16-Jahrgänge zu Gast, und ähnlich wie die U23- und U18-Kollegen eine Woche zuvor entfachten auch diese Altersklassen ein leichtathletisches Feuerwerk. Eine dieser „Pyrotechnikerinnen“ war Holzmindens Stabhochspringerin Klara Härke, die sich am Ende als Achte in der deutschen Spitze behaupten konnte.

Bereits früh am Morgen, zu einer Zeit, in der komplexe Bewegungsabläufe auf ein noch „schlummerndes“ Nervensystem treffen und oft wenig erfolgreich ablaufen, wurden 23 junge Stabhochspringerinnen zum „Tanz“ auf zwei parallelen Sprunganlagen gebeten. Diese Aufteilung war auf Grund der hohen Teilnehmerinnenzahl notwendig – bereits vor Jahren hatte ein solcher Mammutwettkampf mit nur einer Anlage über vier Stunden gedauert (und am Ende Annika Roloff den Meistertitel beschert). Diesmal aber löste der Veranstalter dieses Problem vorbildlich und bot damit den Athletinnen einen würdigen Meisterschaftsrahmen. Stabhochsprung um 9.45 Uhr mit vorherigem Einspringen – und genau so sah die Vorbereitung bei vielen Springerinnen auch aus. So mussten vor Beginn des eigentlichen Meisterschaftsspringens so manche Unsicherheit beseitigt und viele Anläufe neu eingestellt werden. Klara Härke entledigte sich dieser Aufgabe ohne Probleme, und so gingen Athletin und Trainerin Annika Roloff mit einem guten Gefühl in den Wettbewerb. Trainingsleistungen in der Woche zuvor ließen die Hoffnung auf erneute Vier-Meter-Sprünge der MTV-Höhenjägerin aufkeimen. Der „Betriebsunfall“ bei Klaras Einstiegshöhe von 3,45 Metern war mit dem zweiten Anlauf umgehend beseitigt, und für die folgenden 3,60 Meter benötigte die MTVerin einen einzigen blitzsauberen Sprung. Bereits bei dieser Höhe taten sich höher gehandelte Athletinnen schwer, wie zum Beispiel die W15-Meisterin von 2024, Line Gretzler (Mainz) und eine Höhe darüber auch überraschend die deutsche Vizemeisterin Paula Legner (Zweibrücken). Beinahe hätte es bei diesen 3,70 Metern auch Klara Härke „erwischt“, doch wieder einmal spielte die MTVerin ihre schon berühmte Fähigkeit aus, es im letzten Sprung doch noch „zum Guten“ zu wenden: Der dritte Versuch hielt sie im Wettbewerb, und als ob diese Schwierigkeiten gar nicht existiert hätten, schwang sich die MTVerin gleich im ersten Anlauf über 3,80 Meter. Damit war sie schon jetzt im oberen Drittel im Feld der besten deutschen jugendlichen Stabartistinnen angekommen. Vier Athletinnen bezwangen am Ende vier Meter und mehr mit dem besseren Ende für Anna Hiesinger (Ludwigsburg) als alter und neuer Meisterin. Leider war Klara Härke bei diesen Höhen nicht mehr dabei: Die MTVerin versuchte sich drei Mal vergeblich an 3,90 Metern, die ihr einen Platz unter den fünf Besten eingebracht hätten. Trainerin Annika Roloff haderte im Nachhinein etwas mit dem zögerlichen Absprung ihrer Athletin – und dennoch: Klara wurde in einem äußerst hochklassigen Feld der deutschen Stabhochsprung-Elite Achte. Achtbeste deutsche Stabhochspringerin – ein Erfolg in jedem Fall

Klaras Markenzeichen – der Power-Anlauf
Klaras Markenzeichen – der Power-Anlauf