Stabhochsprung-Bestleistungen bei den Finals
Mona und Klio Kremers vertreten den MTV 49 in Hannover erfolgreich
Was für ein riesiges und prägendes Erlebnis für die niedersächsischen Nachwuchs Stabhochspringerinnen und -springer, die bei den Finals in Hannover vor den „Großen“ der deutschen Meisterschaften auf den Anlaufsteg durften. Sie waren gewissermaßen die „Support Band“ der Stars der Szene, und sie zeigten, was von ihnen in Zukunft noch zu erwarten ist. Mitten drin: Mona und Klio Kremers vom MTV 49 Holzminden.
Direkt vor der Staatsoper auf dem Opernplatz in Hannover – zwischen Speedklettern und Beachvolleyball – hatte man die Stabhochsprunganlage installiert für zwei Tage deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen. Während die Jungen am Freitag das Vorprogramm der Männer bereicherten, waren die Mädchen am Sonnabend vor den Frauen die Zierde der Anlage. Immerhin zeigten sich rund 1000 Zuschauer interessiert am Können der Youngsters; am Nachmittag bei den erwachsenen Stabartisten war der Opernplatz dann mit über 4000 Zuschauern pickepacke voll. Ein besonderer Dank geht an den NLV, der seinen jungen Athletinnen und Athleten diese „Motivationsspritze“ ermöglichte. Für die Nachwuchs Höhenjäger war dieses Event ein Riesenerlebnis, und wer am Ende eine gültige neue Bestleistung für sich verbuchen konnte, verließ die Anlage um einen halben Meter gewachsen vor Stolz – und das zu Recht. Und mit Sicherheit hat dies einen Schub für die noch jungen Karrieren zur Folge. Die Zuschauer taten ihr Bestes, um unter der fachkundigen und mitreißenden Moderation von Sprecher Tim Husel ihrer Begeisterung mit rhythmischem Klatschen Ausdruck zu verleihen und damit den Akteuren noch einen „Kick“ mitzugeben für ihre Höhenflüge. Klio stellt mit 2,40 m exakt ihre Bestleistung ein und landet auf Platz vier Mona springt mit 2,50 m Bestleistung und wird dritte Da der MTV 49 zur Zeit keine Stabhochspringer der Jungen in den Klassen U16 aufbieten kann – Deutschlands bester 14jähriger, Niklas Robelski, ist noch nicht wieder ins Stabtraining eingestiegen – mussten Mona und Klio Kremers die Farben ihres Vereins vertreten. Und die mit ihren 13 Jahren weitaus Jüngsten im Feld der Mädels machten ihre Sache ausgezeichnet und setzten ein deutliches Ausrufezeichen für ihre künftigen Karrieren. In Hannover mussten sie lediglich zwei 15‑Jährigen den Vortritt lassen, deren Altersvorsprung in Größe und Athletik unübersehbar war. Am Ende stellte W14‑Landesmeisterin Klio Kremers mit 2,40 Metern ihre persönliche Bestleistung ein und wurde in der Gesamtabrechnung Vierte. Auf dem Bronzerang landete ihre Zwillingsschwester und niedersächsische Vizemeisterin Mona, die nach erfolgreichem Umstieg auf einen längeren Stab mit 2,50 Metern einen neuen Hausrekord aufstellte und mit ihrem besten Versuch schließlich fast noch die 2,60 Meter geschafft hätte.

