Speerwerfer setzen neue Bestmarken Leichtathleten des MTV 49 beim Werfertag in Hameln
Zum Einstieg in die Freiluftsaison der Leichtathleten machen die Werfer traditionell den Anfang – so auch diesmal beim Werfertag der LG Weserbergland in Hameln. Lilly Rathmann, Paul Stebner und Robin Preußing vertraten die Farben des MTV 49 Holzminden in der Rattenfängerstadt. Auf die herausragenden Resultate mussten sie dabei bis zum Ende der Veranstaltung warten.
Nach vielversprechenden Würfen im Trainingslager auf Sylt gingen Paul Stebner und Robin Preußing voller Erwartung ins Diskuswerfen, dem ersten Wettbewerb des Tages. Zwar konnte Paul diese Disziplin in der Klasse M15 für sich entscheiden, doch waren weder er noch sein Vereinskamerad der Männerklasse mit den Resultaten ihrer Bemühungen zufrieden: Ihre Weiten lagen buchstäblich meilenweit unter ihren Möglichkeiten und die Enttäuschung war entsprechend. Besser machte es U20-Werferin Lilly Rathmann, die sich weit weniger von der technischen Unsicherheit ihrer Vereinskollegen anstecken ließ. Die Stabhochspringerin zeigte einige gelungenen Versuche; mit dem besten von 25 Metern gewann sie den Wettbewerb überlegen.
Im Kugelstoßen stellte sie das Vier-Kilo-Gerät, das sie nach ihrem Altersklassen-Wechsel zum ersten Mal benutzen musste, zunächst vor Umstellungsprobleme, doch am Ende konnte sie sich auch hier mit 8,55 Metern als Siegerin durchsetzen. Paul Stebner – immerhin M15-Landeshallenmeister in dieser Disziplin – und Robin Preußing schienen bei Beginn des Wettbewerbs noch immer nicht recht „bei der Sache“ und begannen mit eher schwachen Stößen. Immerhin gelang Paul im letzten Durchgang doch noch ein Versuch über 12 Meter, der ihm auch hier den Sieg einbrachte. Robin hatte mit schwerer Konkurrenz zu kämpfen, „wachte“ erst zum Schluss auf und lieferte als Dritter seiner Altersklasse mit 12,84 Metern dann doch noch eine passable Weite ab.
Beide MTV 49-Athleten machten den Eindruck, als hätten sie den ganzen Tag nur auf das die Veranstaltung beschließende Speerwerfen gewartet, denn erst in den späten Nachmittagsstunden platzte bei beiden der Knoten. Allerdings schlug sich Paul Stebner zunächst mit Weiten um die 30 Meter herum; doch im fünften Durchgang fruchteten endlich die Korrekturen und der 600-Gramm-Speer des jungen MTVers landete bei 41,20 Metern. Damit hatte Paul nicht nur seine bisherige Bestleistung um mehr als Zwei Meter gesteigert, sondern auch erstmals die 40 Meter übertroffen. Lohn seiner Bemühungen war der dritte Tagessieg.
Bereits beim Einwerfen mit dem 800-Gramm-Speer deutete Robin Preußing seine gute Form an, und seine technisch sauberen Würfe riefen plötzlich sogar den niedersächsischen Landestrainer Speerwurf mit gut gemeinten Kommentaren auf den Plan. Der MTVer lieferte dann eine beeindruckende Serie von sechs Versuchen ab, in denen er sich von Wurf zu Wurf steigerte und die im letzten Durchgang in der neuen persönlichen Bestleistung von 56,91 Metern gipfelte.
