Klara Härke beginnt Sportjahr mit Stabhochsprung-Feuerwerk

MTV49-Stabhochspringerin überspringt in Hannover erstmals vier Meter

Vier Tage nach dem Jahreswechsel brennt Stabhochspringerin Klara Härke ihr persönliches Feuerwerk ab: Bar jeder Pyrotechnik überwindet die Athletin des MTV 49 Holzminden zum ersten Mal die magischen vier Meter. Sie ist damit nach Tanja Cors (vier Meter) und ihrer Trainerin Annika Roloff (4,60 Meter) die dritte Holzmindenerin, die diese Marke knacken kann. Früh im Jahr setzt sich die MTVerin beim Hallensportfest in Hannover mit 4,01 Metern an die Spitze der deutschen Stab-Athletinnen.

Die Freude war riesig nach diesem frühen Coup im neuen Jahr, und so musste Klara Härke zunächst auch einige Tränen des Glücks verdrücken. Ihre Trainerin Annika Roloff schloss ihre Athletin nach dem gelungenen Flug freudestrahlend in die Arme. Zwar hat die Hallensaison der Leichtathleten gerade erst begonnen, aber dieses Lebenszeichen der MTVerin wird auch im Deutschen Leichtathletik-Verband mit Interesse verfolgt werden. Klara begann ihren Wettbewerb bei 3,50 Metern – zu diesem Zeitpunkt waren ihre hoch gehandelten Vereinskameradinnen bereits alle auf der Strecke geblieben; ihren Auftritt konnte man bei diesem ersten Wettkampf nur eher als misslungen bezeichnen, auch wenn Anna Rieger als Zweite des Wettbewerbs noch über 3,30 Meter sprang. Klara schraubte sich nach gelungenem Einstieg einsam über die folgenden gewählten Höhen und vollendete ihre gelungene Performance mit ihrem Flug über 4,01 Meter. Danach beendete sie das Springen auf Anraten ihrer Trainerin. Ein gelungenes Debüt feierte Mittelstrecklerin und Neu-MTVerin Johanna Faust mit 2,30 Metern. Kilian springt neue Bestleistung Klaras männliche Vereinskollegen wollten da natürlich ihrerseits glänzen. Allen voran lieferte Landesmeister Kilian Echzell einen Wettkampf ab, der in seiner bisherigen Karriere seinesgleichen sucht. Erfolgreich eingestiegen bei 4,20 Metern brauchte er bis zu seiner neuen Bestleistung ganze drei Höhen: Nach 4,40 Meter wählte er als nächste Höhe 4,61 Meter, die er im dritten Versuch ganz sicher überquerte. Damit war sein Hausrekord von 4,55 Metern Geschichte und er nahm zu Recht die Glückwünsche seines Trainers Klaus Roloff in Empfang. Niklas fehlt ein Zentimeter zum Landesrekord Der hatte mit dem noch nicht einmal 14-jährigen Niklas Robelski ein weiteres heißes Eisen im U20-Feuer. Der junge MTVer hatte das letzte Jahr überraschend mit 3,46 Metern als bester deutscher M13-Athlet beendet. Diesmal katapultierte er sich nach anfänglichen Problemen mit der Anfangshöhe und mit mehrfach gewechselten Stäben über 3,80 Meter, pulverisierte damit seine bisherige Bestleistung und blieb nur um einen Zentimeter unter dem M14-Landesrekord von Luka Vukcevic (MTV 49) aus dem Jahre 2015. Bereits tags zuvor hatte Niklas mit seinem Sieg über 60 Meter Hürden aufhorchen lassen, als er seine Bestmarke aus dem Vorjahr um mehr als vier Zehntelsekunden auf 9,30 Sekunden verbesserte und damit erneut bester Niedersachse seines Jahrgangs ist. Den möglichen Sieg über 60 Meter verpasste er durch einen missglückten Start, der auf der kurzen Sprintstrecke nicht mehr auszubügeln ist. Nicht erst seit Neuestem sind die Hürdensprints eine der Paradedisziplinen des MTV 49. Annika Roloff war mehrfache Niedersachsenmeisterin, und diese Ausnahmestellung peilt nun auch Paul Stebner an. Der fünffache Landesmeister, jetzt erstmals in der Altersklasse U18 unterwegs, hatte keine Scheu vor den höheren Hindernissen und verbesserte als souveräner Sieger mit feiner Technik seine Bestzeit um den Riesensprung von sieben Zehnteln auf 8,36 Sekunden. Im Sprint über 60 Meter wurde er Vierter. Bei den U18-Mädchen kam Anna Rieger über 60 Meter Hürden auf Platz sechs. Als Siegerin des B-Finales der W15-Mädels feierte Anike Pallas einen gelungenen Einstand in die Hallensaison und hielt sich auch über die ungewohnten 200 Meter, die sie in U20 laufen musste, in 29,11 Sekunden schadlos. Mit neuer Bestzeit von 29,05 Sekunden war U20-Sprinterin Laura Robelski noch ein wenig schneller; leider ließ sie sich auf den letzten Metern nach langer Führung noch abfangen. Auch über 60 Meter lief sie mit 8,67 Sekunden neue Bestzeit. Das glückte auch Maximilian Schneider mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg im zehnten von 14 Läufen der Männer über 200 Meter: Mit 23,62 Sekunden unterbot er seine bisherige Hallenzeit beträchtlich.

Niklas fehlt ein Zentimeter  zum Landesrekord
Niklas fehlt ein Zentimeter zum Landesrekord
Kilian springt neue Bestleistung
Kilian springt neue Bestleistung
Klara und Annika und der Beweis
Klara und Annika und der Beweis